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Gundelshausen

Die Geschichte

aus dem Findbuch Teil I des Stadtarchivs Dornhan, verfasst von Dipl.-Archivar Armin Braun, Kreisarchiv beim Landratsamt Rottweil

Im Gewann "Götterbühl" wurden 1926 und 1949 bei Gundelshausen drei alemannische Steinplattengräber gefunden, die vermutlich aus dem 8. Jahrhundert stammen. Die teilweise gemauerten (Trockenmauertechnik), teilweise in den Fels gehauenen Grabkammern, die mit Sandsteinplatten abgedeckt waren, enthielten 7 bis 8 Skelette bzw. Skelettreste. Mit Ausnahme eines eisernen Messerbruchstücks wurden keine Grabbeigaben gefunden. Das wenig östlich der Ausgrabungen gelegene Gewann "Schelmengarten" dürfte auf frühere Skelettfunde auch dort hinweisen. Die Steinplattengräber belegen, dass die Gegend von Gundelshausen schon in alemannischer Zeit besiedelt war.

Erste Erwähnung

Gundelshausen wird jedoch erst viel später, nämlich 1125/27 zum ersten Mal urkundlich genannt (in den ältesten Urkunden hat es den Namen "Gundolfishusen"). Gundelshausen war ein früher Ausbauort von Dornhan her. Im Ort dürfte das Kloster Alpirsbach Grund- und Niedergerichtsherr und damit Ortsherr gewesen sein.

Im 12. Jh. scheint Gundelshausen eigenen Ortsadel besessen zu haben, denn 1125/27 werden ein Walther und Aalbrecht de (von) Gundolfishusen als Zeugen in einer Urkunde genannt. Im Jahr 1256 kommt die Schreibung "Gundolshusen" vor. Wann der Ort zu Dornhan kam, ist unbekannt. Jedenfalls gehörte Gundelshausen von den ältesten Zeiten her zu Dornhan. Bis zum Jahr 1749 umfaßte das Amt bzw. Oberamt Dornhan nur das Städtchen Dornhan und den Weiler Gundelshausen. Mit Dornhan kam Gundelshausen 1807 zum Oberamt Sulz, 1808-1810 zum Oberamt Alpirsbach und anschließend wieder zum Oberamt Sulz.

Schule

Der Weiler hatte früher mit Busenweiler einen gemeinsamen Lehrer, seit 1839 besuchten die Schulkinder die Schule in Dornhan. 1856 errichtete die Teilgemeinde Gundelshausen ein eigenes Schulhaus. 1935 wurde Gundelshausen nach Dornhan eingemeindet.

Verwendete Literatur

  • Friedrich August Köhler: Dornhan. Beschreibung und Geschichte. Ein Beitrag zur Vaterlandskunde, 1839 (Manuskript im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Signatur J 15 Bd. 121)
  • Friedrich Knaus: Stadtchronik von Dornhan, 1946-1949 (Manuskript im Stadtarchiv Dornhan Nr.
  • Hans Peter Müller: Geschichte der Stadt Dornhan, Empfingen 1977 (Manuskript).
  • Eugen Rehfuß: „Dornhan“, Sonderdruck aus der Sonntagsbeilage des Schwarzwälder Boten vom 20.03.1966
  • Beschreibung des Oberamts Sulz, hrsg. von dem Königl. statistisch-topographischen Bureau, Stuttgart 1863, S. 165-177.
  • Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg 6. Stuttgart 1982, S. 468-469.
  • Württembergisches Städtebuch, hrsg. von Prof. Dr. Erich Keyser, Stuttgart 1962, S. 339-340.
  • Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Bd. 6: Baden-Württemberg, hrsg. von Max Miller und Gerhard Taddey, 1980 Stuttgart, S. 151-152.
  • Hans Saile: Hexenverfolgung in Loßburg, Büchenberg, Ödenwald, Rodt, Schömberg, 24-Höfe und Wittendorf. Malefiz-Prozesse bei den Vogteien Dornhan, Dornstetten, Sulz. In: Loßburger Hefte, Heft 3, hrsg. vom Schwarzwaldverein Loßburg-Rodt e.V.
  • Stadtarchiv Dornhan, Az. 8050 „Krankenhaus Dornhan“.
  • Kreisarchiv Rottweil, Az. 8050.2 „Städt. Krankenhaus Dornhan“.
  • Zeitungsausschnitt aus dem Schwarzwälder Boten, Sulzer Zeitung, Nr. 95 vom 26.04.1977

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