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Farrenstall Dornhan
Schloss Leinstetten
 
Stadt Dornhan
Glatttal-Freibad in Bettenhausen
 

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Sehenswürdigkeiten

Übersicht

Das Schloss Leinstetten

Das Hauptgebäude mit dem Renaissancegiebel

Das Schloss Leinstetten ist ein Schmuckstück im Glatttalort. Das Hauptgebäude trägt auf seiner schön geschwungenn Renaissance-Fassade die Jahreszahl 1609.

Eine wechselhafte Geschichte: Im Wohnschloss steckt noch ein Teil einer alten Burganlage, die durch die Dicke der Mauern teilweise erkennbar ist. Danach standen entlang des vorüberfließenden Heimbachs ein Wehrgang mit Schießscharten und anschließend ein dreistöckiger Palas. Die zwei gewölbten Keller der alten Burg sind heute noch zu sehen.

Die gesamte Burganlage war von Wassergräben umgeben, die vom Heimbach gespeist wurden. Diese Wasserburg wurde 1838 abgebrochen. In der Wand der Eingangstüre des neuen, von der Renaissance geprägten Schlosses ist das Wappen von Bubenhofen-von Freiberg eingelassen, das einst den Eingang des alten Schlosses zierte.

1783 verkaufte Johann Nep. Wilhelm Clemens von Bubenhofen die gesamte Herrschaft Leinstetten an den Straßburger Philipp Jakob von Frank (dessen Grab an einem dem Schloss gegenüber liegenden Abhang links von der Straße zu finden ist). Von Frank ließ den Garten im französischen Stil anlegen und für ihn Steine von der Ruine Lichtenfels herbei schaffen. Hieraus wurden nach Versailler Vorbild Portale und Treppenaufgänge geschaffen. In der weiten Schlossanlage spenden mächtige Baumriesen Schatten. Das Schloss ist seit 1847 im Besitz der Freiherren von Podewills. Im Schloss lebt und arbeitet auch die Bildhauerin Bronislava von Podewils.

Das einstige Gärtnerhaus

Die Ruine Lichtenfels bei Leinstetten

Von der Straße zwischen Bettenhausen und Leinstetten führt nach der Glattbrücke ein schmales Waldsträßchen links ab zur Ruine Lichtenfels. Im Wald ist ein Parkplatz angelegt. Auf einem kurzen steilen Waldweg erreicht man die Ruine, die grün überwachsen ist. Die gut erhaltene Schildmauer verrät noch etwas von der Wehhaftigkeit der einstigen Burg, die in der Fehde mit Friedrich dem Oetinger von Zollern von Gräfin Henriette von Mömpelgrad 1424 eingenommen wurde. Lichtenfels, deren Herren wohl einen Nebenzweig der Herren von Leinstetten bildeten, gelangte zu beginn des letzten Jahrhunderts in den Besitz der heutigen Schlossherren Freiherren von Podewils.

Die Reste der Burg Lichtenfels

Denkmal in den Kreuzwiesen bei Leinstetten

Ein Denkmal in den Kreuzwiesen bei Leinstetten erinnert an ein nicht unbedeutendes historisches Ereignis: Die Schlacht bei Leinstetten am 17. April 1298, bei der Graf Albert von Hohenberg im Kampf gegen den Herzog von Baiern den Tod fand.

Das Denkmal in den Kreuzwiesen bei Leinstetten

Die evangelische Stadtkirche/Marienkirche in Dornhan

Mittelpunkt und höchster Punkt der Stadt. Aus allen Richtungen von weither sichtbar. Die Kirche beherrscht den Stadtkern. Der Turm ist unmittelbar in die Stadtmauer einbezogen. Romanische Buckelquader zeugen davon, dass er anfangs zur Stadtbefestigung von etwa 1255 gehörte. 1510 wurde der Chor vollendet oder umgebaut. Die im Ursprung romanische Turmanlage wurde in der Spätgotik verändert.

Beim Stadtbrand von 1718 brannten 106 Häuser und das Gotteshaus lichterloh. Die Kirche wurde innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut. An den Wiederaufbau erinnert die Sakristeitüre, deren Blattmotiv im durch Ausbrennen während des Brandes eine ungewöhnliche Negativform erhalten hat. Ein prächtiges Netzgewölbe überspannt den Chor, die Fenster sind mit Glasmalerei gefüllt. Außen auf dem Fenstersims der Sakristei befindet sich ein steinerner Löwe. Am Dachgesims des Chors erstaunen tierische und an Strebepfeilern menschliche Fratzen.

Dornhaner Stadtkirche/Marienkirche

Die St. Stephanus-Kirche in Leinstetten

Die spätgotische Kirche zum Heiligen Stephanus von 1558 wurde 1948 großzügig umgebaut und erweitert. Seither steht der Chor der ursprünglichen Kirche, von der auch noch der Turm erhalten geblieben ist, quer. Glanzstück ist ein Flügelaltar mit einer aus der Romanik stammenden Madonna: das Gnadenbild. Das Gnadenbild stammt aus Unterbrändi, Kreis Freudenstadt. Die dortige, ebenfalls aus romanischer Zeit stammende Wallfahrtskirche wurde 1777 von Württemberg geschlossen, da in der ganzen ehemaligen Herrschaft Sterneck nur noch ein Katholik lebte. In diesem Jahr oder kurz darauf erfolgte die Übertragung des Bildes nach Leinstetten. An dieses Ereignis wird heute noch beim Translations-Fest mit einer Prozession durch die Ortschaft erinnert.

Die St. Stephanus-Kirche in Leinstetten

Die Wendelinuskapelle auf dem Kaltenhof

Idyllisch, auf der Anhöhe Kaltenhof über Leinstetten, steht die Wendelinuskapelle. Im Chor steht ein barocker Bauernaltar, durch seine stilvolle Originalität sehr ansprechend. Ein froher und optimistischer Wendelin ist die einzige Figur im Altar. Seine Attribute Schaf und Ochse haben eigene Nischen wie sonst nur Heilige. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist gerade für diesen Wendelin das kleine Bauwerk errichtet worden. In der Chormitte hängt das Seil, mit dem das Turnglöckchen geläutet wird. Das neugotische Kreuz vor der Kapelle mit seinem gefassten Meallkorpus bildet mit ihr zusammen eine harmonische kleine Welt.

Wendelinuskapelle

Die katholische Kirche St. Konrad in Bettenhausen

Kath. Kirche St. Konrad Bettenhausen

Die Kirche von Bettenhausen ist eine der wenigen unseres Landes, die eine hochmittelalterliche Kirchweihnachricht aufweisen kann. Gefunden wurde diese interessante Inschrift im Jahre 1955 anlässlich der Kirchenrenovation und zwar auf einem bleiernen Reliquienkästchen des alten abgebrochenen Altars. Sie sagt aus, das die Kirche am 26. November 1089 geweiht wurde. 1460 wurde sie neu gebaut.

Ein Kleinod ist außerdem das Altarbild, die "Bettenhausener Auferstehung" ein Meisterwerk aus dem Jahr 1569, dessen Schöpfer nicht bekannt ist, wohl aber der Stifter: der damalige Besitzer von Leinstetten, Patronatsherr Hans Marx von Bubenhofen.

Das Käpelle bei Bettenhausen

Käpelle Bettenhausen

Das "Käpelle" auf dem Allmet bei Bettenhausen wurde 1955 aus Tuffsteinen der sanierten St. Stephanus-Kirche in Leinstetten erbaut. Der damalige Leinstetter Pfarrer Anton Schmid stellte die Steine zweckgebunden zur Verfügung. Hirschwirt Eugen Schäfer beförderte diese auf dem Allmet. Markus Günther löste sein Versprechen ein, dass er, sollte er von schweren Sturzverletzungen wieder genesen, als erstes Geschäft eine Kapelle bauen würde.

Vor wenigen Jahren wurde der Hang um die kleine Kapelle hoch über Bettenhausen gerodet. Nun ist der Blick frei, von unten nach oben und von oben nach unten, und das "Käpelle" ist wieder Ziel und Station bei Prozessionen.

Das Hochgericht bei Marschalkenzimmern

Auf dem "Hochgericht" bei den Steinäckern in Marschalkenzimmern ragte einst der Galgen weithin sichtbar in die Höhe. Nun erinnern Sandsteinstelen an die mittelalterliche Gerichtsbarkeit des Orts.

Der Schwarzwaldverein Ortsgruppe Dornhan errichtete die Gedenkstätte an jener Stelle, an der einst über Leben und Tod, über Verstümmelung und andere schlimme Strafen gerichtet und Schicksale besiegelt wurden. Mit Ruhebänken ist ein Platz entstanden, an dem Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer an dem exponierten Sträßchen von Marschalkenzimmern über die Steinäckerhöfe zu den Dornhaner Oberharthöfen rasten können.

Gedenkstätte Hochgericht

Reste der einstigen Stadtmauer

Von der einstigen Stadtmauer sind noch Reste erhalten: Das Gemeindehaus hinter der Evangelischen Stadtkirche sitzt auf der Stadtmauer

Mit Blick ins Zitzmannsbrunnenbachtal
Das "Törle", ein Kleinod auf der Stadtmauer. Das "Törle" ist ein ehemaliges Taglöhnerhaus, in dessen Untergeschoss ein Durchgang eingelassen ist, das "Törle", der die Untere Gasse mit der Grabenstraße verbindet.

Das Törle auf der Stadtmauer

Historisches Wasserhäusle im Zitzmannsbrunnenbachtal

Im Zitzmannsbrunnenbachtal zwischen Dornhan und Bettenhausen ist noch die einstige Wasserversorgung erhalten. Heute ist die Anlage ein technisches Dokument. Das historische Wasserhäusle und die immer noch funktionsfähige Pumpe werden ebenso wie die Außenanlagen, vom Heimatverein Dornhan seit Jahrzehnten liebevoll gepflegt. Bei einer Wasserhäusle-Hockete im Mai ist das Wasserhäusle Treffpunkt für Wanderer.

Wasserhäusle

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Schlösser in BW

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